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Der Begriff «erfahrungsorientiertes Lernen» bezeichnet vor allem den Lernprozess des einzelnen Teilnehmers, der von Faktoren wie der individuellen Situation des Teilnehmers und der Lernumgebung beeinflusst wird.
Gerade weil erfahrungsorientiertes Lernen der individuellen Meinungsbildung innerhalb des Lernprozesses eine so grosse Bedeutung zumisst, spielt sie in unserer Lehrphilosophie für Custom Programmes eine zentrale Rolle. Dabei beginnt man damit, den Teilnehmern zu erklären, wie sie eine Aufgabe erfüllen oder einen Prozess steuern. Um aber ein tieferes Verständnis zu fördern, legen wir Wert darauf, dass sie die Gelegenheit erhalten, diese Aufgaben oder Prozesse selbst zu erleben. Durch eigene Erfahrungen erhalten Lernende die Möglichkeit, die vielfältigen Dimensionen eines Prozesses oder einer Tätigkeit zu erkennen, sie in Gänze zu erfassen und gegebenenfalls auf sie zu reagieren. Dieses Wissen ist allerdings nicht ohne Aufwand zugänglich – die Teilnehmenden müssen bereit sein zu arbeiten! Aktive Teilname, Selbstreflexion, analytisches Denken und Problemlösungskompetenz sind entscheidende Voraussetzungen, damit Lernende den grösstmöglichen Nutzen aus ihrem neu erworbenen Wissen ziehen und dieses in ihr Leben und ihre Arbeit einfliessen lassen können (Kolb 1984). Doch als Lohn erhalten sie wirkungsvolle Hilfsmittel und das Wissen, wie diese optimal einzusetzen sind.
Photo via Visual Hunt