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- Was kann man nach dem Seminar besser verstehen und beeinflussen?
- Status, Rollen, Allianzen: Wer beeinflusst wen? Wer blockiert? Und wie lässt sich eigener Einfluss wirksam gestalten?
- Subgruppenphänomene: Wie entstehen informelle Gruppen – und wie wirken sie auf die Gesamtgruppe?
- Verdeckte und „kalte“ Konflikte: Reifer Umgang mit latenten Spannungen und unterschwelligen Widerständen.
- Stille Macht in Gruppen: Lesen nonverbaler Signale und impliziter sozialer Spielregeln.
- Rollen- und Positionskonflikte: Unklarheiten über Zuständigkeiten oder Machtkämpfe im Team werden frühzeitig erkennbar und bearbeitbar.
- Eigene Wirkung in Gruppen: Wodurch gewinne ich Vertrauen? Wie werde ich wirksam und einflussreich?
- Gesamtperspektive: Verstehen und beeinflussen, was unter der Oberfläche im Gruppengeschehen passiert.
- Was erleben die Teilnehmenden, das nachhaltig wirkt?
- 1. Echtes Gruppengeschehen im Seminar
Teilnehmende erleben unmittelbar, wie Dynamiken entstehen und wirken – nicht theoretisch, sondern im Hier und Jetzt.
- Situation: Es wird nicht mit Fallbeispielen gearbeitet, sondern die Teilnehmenden sind selbst Teil eines realen Gruppensystems im Seminar.
- Herausforderung: Dynamiken entstehen spontan – oft ungeplant und emotional (z. B. Macht, Zugehörigkeit, Konflikte) und lassen sich nicht einfach ignorieren oder „wegmoderieren“.
- Lösung: Lernen durch Erleben und Reflexion. Teilnehmende beobachten sich im System, erkennen Muster und übertragen diese direkt auf ihren Führungsalltag.
- Analogie: Wie in einem Spiegelraum – man sieht sich nicht abstrakt, sondern in Echtzeit aus verschiedenen Perspektiven.
- 2. Direktes Feedback im System
Teilnehmende erhalten unmittelbare Rückmeldungen zu ihrem Verhalten und ihrer Wirkung in der Gruppe.
- Situation: Feedback entsteht direkt im Gruppenprozess durch die Interaktion mit anderen Teilnehmenden.
- Herausforderung: Rückmeldungen sind ungefiltert und subjektiv. Sie können überraschen und konfrontieren Selbst- und Fremdbild. Gleichzeitig werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung sichtbar.
- Lösung: Feedback im geschützten Rahmen ermöglicht Lernen über Wirkung, Beziehung und Verhalten im System.
- Analogie: Wie ein Navigationssystem – ohne laufende Rückmeldung merkt man nicht, ob man auf Kurs ist oder davon abkommt.
- 3. Reflexion mit hoher persönlicher Relevanz
Eigene Muster, Führungsstile und „blinde Flecken“ werden sichtbar – das Lernen wirkt dadurch deutlich nachhaltiger als reine Theorievermittlung.
- Situation: Eigene Wahrnehmungsfilter, Rollen und Verhaltensmuster werden durch Feedback und Erleben im Gruppenprozess sichtbar.
- Herausforderung: Diese blinden Flecken sind im Alltag oft stabil und schwer zugänglich – besonders für erfahrene Führungskräfte.
- Lösung: Tiefgehende Reflexion im Gruppenkontext ermöglicht nachhaltige Einsichten und echte Verhaltensveränderung statt reinem Wissenszuwachs.
- Analogie: Wie ein Eisberg – das Entscheidende liegt unter der Oberfläche. Erst wenn es sichtbar wird, kann es bewusst gestaltet werden.
Co-Autor/innen
Dr. Roswita Königswieser
Gesellschafterin von KÖNIGSWIESER & NETWORK, Wien.
Ulrich Königswieser
Geschäftsführer von KÖNIGSWIESER & NETWORK, Wien.
Claudia Kucera
Management-Trainerin, KÖNIGSWIESER & NETWORK, Wien.