{"id":2325,"date":"2023-10-23T17:05:31","date_gmt":"2023-10-23T15:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog?p=2325"},"modified":"2023-10-23T17:30:33","modified_gmt":"2023-10-23T15:30:33","slug":"eine-einzige-ausbildung-pro-arbeitsleben-tempi-passati","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/eine-einzige-ausbildung-pro-arbeitsleben-tempi-passati","title":{"rendered":"Eine einzige Ausbildung pro Arbeitsleben? \u2013 Tempi passati!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Anspruch auf lebenslanges Lernen ist nicht neu<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann mich gut erinnern, dass mir schon vor \u00fcber drei Jahrzehnten nahegelegt wurde, mich laufend weiterzubilden. Und dies, obwohl ich schon ziemlich viele Jahre in meine Ausbildung zum Anwalt gesteckt hatte. Was das genau bedeutete, wurde mir jedoch nicht erkl\u00e4rt. Und so fragte ich mich, welche Weiterbildungen k\u00fcnftig f\u00fcr mich noch sinnvoll bzw. gut investierte Zeit sein k\u00f6nnten. Schliesslich m\u00fcssten sie sich \u00fcber den Rest meines Arbeitslebens vern\u00fcnftig amortisieren lassen.<\/p>\n<p><strong>Einmal kr\u00e4ftig Sport treiben und dann 40 Jahre lang nicht mehr bewegen?<\/strong><\/p>\n<p>Keiner k\u00e4me auf die Idee, zu behaupten, dass ein einmaliges intensives Sporttraining reicht, um dann vierzig Jahre fit zu bleiben. Ebenso ist heute klar, dass eine erste, solide Ausbildung zwar gut und wertvoll ist, aber kaum mehr \u00fcber die ganze Arbeitsspanne von etwa vierzig Jahren reichen wird. Diese Analogie ist nicht zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt. Stellen Sie sich jedes Arbeitsjahr als einen Kilometer eines Marathons vor. Und diesen muss leider jeder absolvieren, ausser sie k\u00f6nnen sich zu den gl\u00fccklichen Gewinnern des Jackpots in der Lotterie z\u00e4hlen. Zur Beruhigung: Man muss beim Marathon nicht zu den Gewinnern geh\u00f6ren, sondern es reicht, ein erfolgreicher Finisher sein. Es gen\u00fcgt, das Ziel in einem vern\u00fcnftigen Zeitrahmen und vor allem gesund und ohne bleibenden Schaden zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Change Management als neue Kernkompetenz<\/strong><\/p>\n<p>Die letzten Jahre k\u00f6nnen wohl ohne \u00dcbertreibung als Dauer- bzw. Multikrise bezeichnet werden: Es passierten in sehr kurzer Zeit viele Krisen in hoher Kadenz und mit grosser globaler Auswirkung. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit mit vielen Ver\u00e4nderungen. Darauf m\u00fcssen wir uns privat und beruflich einstellen. Das verlangt von jedem, sich laufend neu anzupassen. F\u00fcr hochmotivierte Personen, die Ver\u00e4nderungen als Teil des Lebens verstehen und sich lieber an Fakten und nicht Meinungen orientieren, ist das kein Problem. Die permanente pers\u00f6nliche Entwicklung auf solider Basis geh\u00f6rt f\u00fcr sie einfach dazu. Die damit zusammenh\u00e4ngende Frage f\u00fcr Weiterbildungsanbieter ist deshalb vielmehr: Wie k\u00f6nnen wir diese Personen bei ihren Pl\u00e4nen optimal unterst\u00fctzen?<\/p>\n<p><strong>Anforderungen an heutige Weiterbildungsformate<\/strong><\/p>\n<p>Lebenslanges Lernen verlangt heute nach individualisierbaren, modular aufgebauten und in verschiedener Hinsicht flexiblen Weiterbildungsformaten. Interessierte wollen das Wissen f\u00fcr ihre aktuellen Bed\u00fcrfnisse (\u00abjust for me\u00bb), was man gerade jetzt braucht (\u00abjust now\u00bb) und im erforderlichen Umfang (\u00abjust right\u00bb) erhalten. Es freut uns, dass die Universit\u00e4t St.Gallen in Sachen Weiterbildung einen langj\u00e4hrigen Leistungsausweis hat und ein verl\u00e4sslicher Partner ist: Bereits 1968 hat sie eine Weiterbildungsstufe geschaffen, \u00fcberhaupt die erste ihrer Art in der Schweiz, und nun soll im Universit\u00e4tsgesetz das Thema Weiterbildung als dritte S\u00e4ule neben Lehre und Forschung fest etabliert werden.<\/p>\n<p><strong>Ergebnis: Weiterentwicklung als guten Work-out verstehen<\/strong><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Analogie mit dem Sport. Wer hat es nicht schon selbst erlebt: Sport ist anstrengend und man muss sich regelm\u00e4ssig dazu aufraffen. Ist der Sport dann aber erledigt, f\u00fchlt man sich zwar m\u00fcde, aber stets zufrieden und gut gelaunt. Genau dieses Gef\u00fchl sollte auch das pers\u00f6nliche Fitness-Programm rund um das lebenslange Lernen hinterlassen. Dann werden auch Sie zu den erfolgreichen Finishern des Berufslebens geh\u00f6ren, die stets oft und gerne an ihren ganz pers\u00f6nlichen Arbeitsmarathon zur\u00fcckdenken.<\/p>\n<p><em>F\u00fcr weitere Impulse hierzu vgl. die Videos von Bruno Mascello<\/em>:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/pYP2qZBzDdo\" width=\"560\" height=\"314\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anspruch auf lebenslanges Lernen ist nicht neu Ich kann mich gut erinnern, dass mir schon vor \u00fcber drei Jahrzehnten nahegelegt wurde, mich laufend weiterzubilden. Und dies, obwohl ich schon ziemlich viele Jahre in meine Ausbildung zum Anwalt gesteckt hatte. Was das genau bedeutete, wurde mir jedoch nicht erkl\u00e4rt. 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