{"id":1943,"date":"2021-05-20T11:41:35","date_gmt":"2021-05-20T09:41:35","guid":{"rendered":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/?p=1943"},"modified":"2021-05-20T16:01:32","modified_gmt":"2021-05-20T14:01:32","slug":"auf-wiedersehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/auf-wiedersehen","title":{"rendered":"Auf Wiedersehen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gudrun Sander: Seit \u00fcber 30 Jahren an der HSG und seit 14 Jahren an der Executive School. Was waren Deine bisherigen H\u00f6hen und Tiefen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zuerst die Erfolge:<\/strong><\/p>\n<p>Der gr\u00f6sste Erfolg ist sicher, dass Wiedereinstieg heute f\u00fcr Unternehmen ein wichtiges Thema ist. Und nat\u00fcrlich, dass wir allein mit den Women Back to Business-Programmen bisher ca. 400 Frauen den Wiedereinstieg oder Umstieg erm\u00f6glicht haben.<\/p>\n<p>Dabei war es auch zentral, dass ich Patricia Widmer f\u00fcr den Aufbau des englischen WBB gewinnen konnte. Als ehemalige Teilnehmerin des WBB, kennt sie das Programm von Grund auf. Sie hat nicht nur das englische Programm auf der Basis des bereits bestehenden deutschen Kurses aufgebaut, sondern beide Programme weiterentwickelt und neue Angebote ins Leben gerufen. Das ist f\u00fcr mich der sch\u00f6nste Erfolg, dass ich dieses Juwel bei Patricia in den besten H\u00e4nden weiss und wir weiterhin eng zusammenarbeiten werden, auch wenn ich die Executive School nun verlasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und was bleibt Dir besonders gut in Erinnerung?<\/strong><\/p>\n<p>Ich erinnere mich an viele wunderbare Momente an der ES. Pers\u00f6nlich am meisten ber\u00fchrt hat mich das zehnj\u00e4hrige WBB-Jubil\u00e4um, als mehr als 200 Absolventinnen im WBZ waren und der Impact der letzten zehn Jahre f\u00fcr mich so sichtbar und sp\u00fcrbar war wie noch nie. Zudem habe ich vor f\u00fcnf Jahren die Diversity &amp; Inclusion Tagung (heute D&amp;I Week) ins Leben gerufen. Damit haben wir instituts\u00fcbergreifend ein Schaufenster nach aussen geschaffen und die HSG auch in diesem Themenbereich positioniert. Wir arbeiten hier in einer Organisationsgruppe mit mehreren Instituten und Schools zusammen, welche die Inhalte definiert und wir konnten vom grossen Know-how der ES bei der Organisation, Vermarktung und Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen profitieren. Und nat\u00fcrlich der Aufbau des <a href=\"http:\/\/www.ccdi-unisg.ch\">Competence Centres for Diversity and Inclusion<\/a> an der Forschungsstelle f\u00fcr Internationales Management. Das CCDI macht vor allem Lohn-Analysen, Benchmark-Studien und begleitet Firmen und Organisationen in verschiedenen Phasen ihrer D&amp;I-Reise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was lief weniger gut?<\/strong><\/p>\n<p>Es hat bei den Firmen viel \u00dcberzeugungsarbeit gebraucht, dass sie die gut qualifizierten Wiedereinsteigerinnen ernst genommen haben. Zu Beginn waren sehr viele Vorurteile da. Wollen diese Frauen wirklich arbeiten? K\u00f6nnen die noch etwas, wenn sie so lange aus dem Arbeitsmarkt draussen waren? Etc. Da wir von Beginn an Firmen als Partnerfirmen und Kooperationspartner einbezogen haben, war eine gewisse Offenheit da. Aber die grosse Herausforderung war, dass es f\u00fcr die Wiedereinsteigerinnen &#8211; anders als f\u00fcr Studienabg\u00e4ngerinnen &#8211; keine Standard-Profile oder -Stellen gab. F\u00fcr jede der Wiedereinsteigerinnen musste die Stelle erst \u00abneu geschaffen\u00bb werden. Da waren die Firmen zu Beginn \u00fcberfordert. Heute haben sie erstens gelernt, dass sie die gut qualifizierten Frauen nach der Geburt des ersten Kindes nicht einfach ziehen lassen, sondern sie mit Teilzeitstellen und Jobsharing halten k\u00f6nnen und zweitens, dass ein paar Jahre Erwerbsunterbruch nicht \u00abBeginn bei null\u00bb bedeutet. Aber dennoch, es h\u00e4ngt stark von der Reife der Firmen ab, wie gut sie die Potenziale der Wiedereinsteigerinnen nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wirst Du etwas vermissen?<\/strong><\/p>\n<p>Was ich am meisten vermissen werde sind die Teilnehmerinnen des WBB-Programms in einer kritischen Phase ihres Lebens zu begleiten. Der Kurs dauert jeweils l\u00e4nger als ein Jahr, da lernt man viele Teilnehmerinnen auch privat n\u00e4her kennen. Man freut sich mit ihnen, wenn der Wiedereinstieg oder Umstieg gelingt, leidet aber auch mit ihnen, wenn sie R\u00fcckschl\u00e4ge einstecken m\u00fcssen. Die Aufnahmegespr\u00e4che, all die pers\u00f6nlichen Geschichten, das wird mir fehlen. Am liebsten h\u00e4tte ich einen Grossteil der Absolventinnen direkt bei mir eingestellt. Bei einigen habe ich es ja tats\u00e4chlich gemacht. Ich baue gerne Beziehungen auf und das geht bei einem l\u00e4ngeren Kurs viel besser als bei einem einmaligen Workshop von ein paar Stunden. Und ganz sicher wird mir das tolle Team an der ES, besonders WBB-Team und H\u00f6fli-Team, fehlen. Aber mit Patricia, Melissa und auch mit Stephanie Schoss werde ich in gemeinsamen neuen Projekten \u2013 wie z. B. dem geplanten Begleitprogramm f\u00fcr Assistenz\u00e4rztinnen &#8211; weiterhin eng zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit Blick in die Zukunft, was freut Dich am meisten?<\/strong><\/p>\n<p>Einerseits freue ich mich, dass ich mich nun voll auf den weiteren Aufbau des Competence Centres for Diversity and Inclusion CCDI konzentrieren kann und andererseits als Co-Direktorin der FIM-HSG die Weiterentwicklung und Positionierung des FIM mitgestalten kann. 1989 war ich die erste Assistentin an der neugegr\u00fcndeten FIM und nun leite ich das Institut gemeinsam mit Winfried Ruigrok in die Zukunft. Darauf freue ich mich sehr, denn damit leisten wir auch einen Beitrag zur weiteren Internationalisierungsstrategie der HSG.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Diversit\u00e4t spielt auch in den Weiterbildungen eine wichtige Rolle. Wirst Du denn der Executive School als Referentin erhalten bleiben?<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Fall. Ich werde weiterhin F\u00fchrungskr\u00e4fte-Trainings im Bereich Inclusive Leadership und Diversity &amp; Inclusion geben, teilweise f\u00fcr die Executive School und teilweise direkt f\u00fcr Firmen. Das ist und bleibt eine meiner grossen Leidenschaften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Herzlichen Dank Gudrun, f\u00fcr diesen umfassenden Einblick und Dein Engagement an der Executive School. Du wirst uns sehr fehlen!<\/em><\/p>\n  \n  <div class=\"box right courses\">\n          <div class=\"course clickable\">\n        <h5>Executive School Studiengang:<\/h5>\n        <div class=\"terms\">\n          Open Programmes<br>        <\/div>\n\n        <h4>\n          <a target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.es.unisg.ch\/de\/programme\/women-back-business\">Women Back to Business<\/a>        <\/h4>\n\n        <div class=\"description\">\n          Management-Weiterbildung f\u00fcr Wiedereinsteigerinnen oder Umsteigerinnen        <\/div>\n      \n      <\/div>\n        <\/div>\n  \n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Patricia Widmer: Als Leiterin der Diversit\u00e4ts- und Management-Programme verantwortest Du nun Gudrun Sanders Weiterbildungsprogramme, unter anderem das Women Back to Business aber auch neu lancierte Programme. Wohin geht die Reise?<\/strong><\/p>\n<p>Die Zeiten, in der Arbeitnehmende eine lebenslange Besch\u00e4ftigung in einem einzigen Job erwarten \u2013 oder sogar w\u00fcnschen \u2013 konnten, sind vorbei. Der moderne Karriereweg ist nicht unbedingt ein Aufstieg zu einem Ziel, sondern eher ein Kontinuum. Vor diesem Hintergrund und den Entwicklungen im vergangenen Corona Jahr, wollen wir in Zukunft noch mehr Menschen mit sogenannten nicht-linearen Karriereverl\u00e4ufen weiterbilden und auf ihrem Weg begleiten. Unsere langj\u00e4hrigen Erfahrungen mit dem Women Back to Business Programm macht uns zu Expert:innen in diesem Thema und dieses Wissen setzen wir ein, um neue Programme zu entwickeln. Beispiele daf\u00fcr sind das k\u00fcrzlich lancierte Programme Check-in for Management Programme f\u00fcr Pilot:innen oder das das <a href=\"https:\/\/www.lionstep.com\/de\/reskilling-sales-programme\/\">Reskilling Sales Programm<\/a> mit Start im Juni.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit unseren Partner:innen und unserem Netzwerk haben wir ein \u00d6kosystem geschaffen, das Br\u00fccken baut. Wir begleiten die Teilnehmenden bei ihren ersten Schritten auf dem Weg der beruflichen Ver\u00e4nderung, indem wir Wissen und F\u00e4higkeiten vermitteln und konkrete Unterst\u00fctzung bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung bieten. All diese Aktivit\u00e4ten und Programme werden in unserer Career Relaunch Initiative subsumiert mit der Career Relaunch Tagung und der <a href=\"https:\/\/career-relaunch.ch\/\">Career Relaunch Online-Plattform<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo siehst Du noch mehr Potential?<\/strong><\/p>\n<p>Ich sehe drei Schwerpunkte f\u00fcr die Zukunft:<\/p>\n<p>&#8211; Eine Modularisierung unserer Angebote f\u00fchrt zu einem nachhaltigen Mehrwert f\u00fcr unsere Teilnehmenden. Dabei k\u00f6nnen unterschiedliche Fokusse gesetzt werden, um spezifische Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>&#8211; Die Digitalisierung unserer Programme bietet unserer Kundschaft eine h\u00f6here Flexibilit\u00e4t sowie eine gr\u00f6ssere Sichtbarkeit im Markt durch kollaborative Netzwerke. Das heisst nicht, dass der physische Pr\u00e4senzunterricht nicht mehr stattfinden wird. Ganz im Gegenteil, er wird durch ein hybrides Klassenzimmer und mit online Formaten aufgewertet.<\/p>\n<p>&#8211; Durch die st\u00e4rkere Individualisierung k\u00f6nnen wir die Bed\u00fcrfnisse unserer Teilnehmenden besser abholen. Dabei ist es wichtig, dass Lerninhalte kurz und knapp sowie zur richtigen Zeit bereitstehen. Zudem ist die kundenspezifische Beratung und Begleitung diesbez\u00fcglich ein ausschlaggebender Punkt f\u00fcr eine erfolgreiche Weiterbildung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was fordert Dich am meisten heraus?<\/strong><\/p>\n<p>Ich muss gestehen, dass ich Herausforderungen mag. Sie bringen mich weiter und ich kann an ihnen wachsen. Sicherlich sind grosse Unsicherheiten, wie wir sie beispielsweise im letzten Jahr durch Corona erfahren haben, nicht immer einfach. Aber auch solche Phasen sehe ich als Chance, um sich neu zu erfinden sowie um unsere Weiterbildungsangebote agil f\u00fcr die Zukunft zu gestalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und was macht Dich gl\u00fccklich?<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeit mit dem verschiedenen Anspruchsgruppen macht mir grossen Spass. Da sind mein wunderbares Team sowie meine Kolleg:innen ES- und HSG-weit zu erw\u00e4hnen. Es ist toll mit inspirierten und motivierten Menschen zusammenzuarbeiten. Auch die Begleitung unserer Teilnehmenden einerseits als Dozentin und andererseits in Einzelgespr\u00e4chen ist erf\u00fcllen. Zudem sind die vielen interessanten und anregenden Austausche mit unseren Partnerorganisationen und unserem Corporate Netzwerk immer wieder ein Highlight.<\/p>\n<p>In diesem \u00d6kosystem werden wir unsere Aktivit\u00e4ten weiterentwickeln und damit einen nachhaltigen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt sowie auf unz\u00e4hlige Menschen haben. Und dieser Gedanke macht mich wirklich gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M\u00f6chtest Du noch etwas hinzuf\u00fcgen?<\/strong><\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich ein grosses Dankesch\u00f6n an Gudrun aussprechen. Nicht nur hat sie mit WBB vor fast 15 Jahren den Grundstein f\u00fcr unseren Career Relaunch Bereich gelegt, sie hat mir pers\u00f6nlich vor ungef\u00e4hr 7 Jahren die Chance gegeben, mich neu zu positionieren. Daf\u00fcr sowie f\u00fcr das gegenseitige Vertrauen und die stetige Unterst\u00fctzung (manchmal auch ein Pushen) meiner Weiterentwicklung m\u00f6chte ich mich ganz herzlich bedanken.<\/p>\n<p>Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit am CCDI und viele spannende Jahre in einem inspirierenden Umfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Herzlichen Dank, Patricia, f\u00fcr diesen umfassenden Einblick. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Projekte und freuen uns, Dich hier an der Executive School zu haben!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gudrun Sander: Seit \u00fcber 30 Jahren an der HSG und seit 14 Jahren an der Executive School. Was waren Deine bisherigen H\u00f6hen und Tiefen? Zuerst die Erfolge: Der gr\u00f6sste Erfolg ist sicher, dass Wiedereinstieg heute f\u00fcr Unternehmen ein wichtiges Thema ist. Und nat\u00fcrlich, dass wir allein mit den Women Back to Business-Programmen bisher ca. 400 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":1954,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false},"categories":[49,48,50],"tags":[],"acf":{"excerpt":"<p>Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verl\u00e4sst Gudrun Sander nach 14 Jahren die Executive School. Ihre Weiterbildungsprogramme werden von nun an von Patricia Widmer verantwortet. Wir haben mit ihnen die Vergangenheit reflektiert und \u00fcber Zuk\u00fcnftiges gesprochen.<\/p>\n","school":false},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1943"}],"collection":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1943"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1943\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}