{"id":1400,"date":"2020-01-22T09:29:59","date_gmt":"2020-01-22T08:29:59","guid":{"rendered":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/?p=1400"},"modified":"2020-01-22T15:13:45","modified_gmt":"2020-01-22T14:13:45","slug":"nicht-nur-des-vergleichens-willen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/nicht-nur-des-vergleichens-willen","title":{"rendered":"Nicht nur des Vergleichens Willen"},"content":{"rendered":"<p>Benchmarkings sind \u00abin\u00bb, werden jedoch oft kritisiert. Die urspr\u00fcngliche Idee, in bestimmten Funktionen oder Prozessen von den Besten aus einer anderen Branche zu lernen, wurde durch die zahlreichen wettbewerbsorientierten Benchmarkings verw\u00e4ssert. H\u00e4ufig ist hierbei nicht klar, was gemessen und verglichen wird. Was genau ist z. B. \u00abunteres Kader\u00bb oder \u00aboberes Management\u00bb in der Firma A und in der Firma B? Manche Banken bezeichnen drei Viertel ihrer Mitarbeitenden als Mitglieder des Kaders. In einem Industrieunternehmen sind es vielleicht nur 15%. Selbstangaben von Unternehmen f\u00fchren hier offensichtlich zu einem Vergleich von \u00c4pfel mit Birnen. Ein gutes Benchmarking vergleicht zudem nicht nur, es zeigt auch M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung auf. Im HR-Prozess beispielsweise steckt in vielen Unternehmen grosses Potenzial.<\/p>\n<p>2018 haben 50 Unternehmen ihre anonymisierten Personaldaten zur Verf\u00fcgung gestellt und am<a href=\"https:\/\/www.diversitybenchmarking.ch\/\"> St.Gallen Diversity Benchmarking<\/a> teilgenommen. Dabei werden zuerst die Daten bereinigt und die Gruppen vergleichbar gemacht. Danach werden Kennzahlen entlang des gesamten Personalprozesses analysiert: z.B. wer bewirbt sich, wer wird angestellt, wer verl\u00e4sst das Unternehmen, wird fair bef\u00f6rdert, sind die Zutrittswahrscheinlichkeiten ins Kader f\u00fcr alle gleich etc. Ausgewertet wird anhand verschiedener Diversity-Dimensionen wie Geschlecht, Sprache, Position im Unternehmen, Nationalit\u00e4t, Besch\u00e4ftigungsgrad, Alter etc.<\/p>\n<p><strong>Mythen versus Fakten<\/strong><br \/>\nDie F\u00fclle an Informationen, die durch ein gutes Benchmarking gewonnen werden kann, lernen die teilnehmenden Unternehmen erst nach und nach f\u00fcr die Optimierung von Prozessen zu nutzen. So berichtete der Personalchef einer grossen Privatbank, dass er mit Hilfe der Ergebnisse aus dem <a href=\"https:\/\/www.diversitybenchmarking.ch\/\">St.Gallen Diversity Benchmarking<\/a> gewissen Mythen in den oberen F\u00fchrungsetagen klare Fakten gegen\u00fcberstellen konnte. Er konnte zeigen, dass andere Banken erfolgreicher in der Rekrutierung von jungen Talenten sind. In der Folge wurde der gesamte Rekrutierungsprozess der Bank genauer unter die Lupe genommen.<\/p>\n<p>Aufgrund eines internen Benchmarkings, welches der gleichen Logik folgend unterschiedliche Departement und Abteilungen in einer \u00f6ffentlichen Verwaltung miteinander verglich, konnten die F\u00fchrungsverantwortlichen differenzierte Massnahmen zur alters- und geschlechtergemischten Zusammensetzung ihrer Teams treffen. In dieser Verwaltung f\u00fchrte das dazu, dass die von der Politik verordnete und gehasste Frauenquote im Kader nun greifbar nahe ist.<\/p>\n<p><strong>Ganze Branchen ver\u00e4ndern sich<\/strong><br \/>\nAber nicht nur innerhalb eines Unternehmens kann ein Benchmarking einen Lernprozess in Gang setzen. Der grosse Mehrwert besteht darin, dass ganze Branchen gezielte Entwicklungsschritte machen k\u00f6nnen. Die bevorstehende Pensionierungswelle der F\u00fchrungsm\u00e4nner der Babyboomer Generation bietet eine historisch einmalige Chance, die F\u00fchrungsgremien in den n\u00e4chsten zehn Jahren bunter zu machen. Das <a href=\"https:\/\/www.diversitybenchmarking.ch\/\">St.Gallen Diversity-Benchmarking<\/a>, wird zeigen, in welchen Branchen das tats\u00e4chlich gelingt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benchmarkings sind \u00abin\u00bb, werden jedoch oft kritisiert. Die urspr\u00fcngliche Idee, in bestimmten Funktionen oder Prozessen von den Besten aus einer anderen Branche zu lernen, wurde durch die zahlreichen wettbewerbsorientierten Benchmarkings verw\u00e4ssert. H\u00e4ufig ist hierbei nicht klar, was gemessen und verglichen wird. Was genau ist z. 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