{"id":1380,"date":"2019-11-13T12:57:54","date_gmt":"2019-11-13T11:57:54","guid":{"rendered":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/?p=1380"},"modified":"2019-11-13T16:22:10","modified_gmt":"2019-11-13T15:22:10","slug":"herausforderung-geschaeftstransformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/herausforderung-geschaeftstransformation","title":{"rendered":"Herausforderung Gesch\u00e4ftstransformation"},"content":{"rendered":"<p><strong>1.<a href=\"https:\/\/www.es.unisg.ch\/de\/people\/karolin-frankenberger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Karolin Frankenberger<\/a>, Sie sprechen in Ihrem neuen Buch \u00fcber das &#8222;Dilemma der digitalen Transformatoren&#8220;. Was meinen Sie damit?<\/strong><br \/>\nDas &#8222;Dilemma des digitalen Transformators&#8220; kommt bei Unternehmen zum Vorschein, die ihre traditionellen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten (die so sogenannte &#8222;erste S-Kurve&#8220;) aufrechterhalten und gleichzeitig ein neues, digitales Gesch\u00e4ftsmodell aufbauen wollen (die so genannte &#8222;zweite S-Kurve&#8220;). Es gilt ein ideales Zusammenspiel dieser beiden S-Kurven zu erreichen, sodass ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen der Rentabilit\u00e4t im Kern und dem gleichzeitigen Aufbau des digitalen Gesch\u00e4fts gew\u00e4hrleistet wird. Nicht zuletzt bringt das Dilemma auch Interessenskonflikte mit sich, denn schliesslich muss zu Beginn das traditionelle Gesch\u00e4ft den Aufbau des neuen, digitalen Gesch\u00e4fts mitfinanzieren.<\/p>\n<p><img class=\"alignnone size-medium wp-image-1389\" src=\"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S-Kurve-Business-Transformation-300x192.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S-Kurve-Business-Transformation-300x192.png 300w, https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S-Kurve-Business-Transformation-768x492.png 768w, https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S-Kurve-Business-Transformation-240x154.png 240w, https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S-Kurve-Business-Transformation.png 903w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>2. Was bedeutet Business Transformation f\u00fcr ein Unternehmen?<\/strong><br \/>\nBei der digitalen Transformation m\u00fcssen Unternehmen in einem ersten Schritt \u00fcberhaupt verstehen, was das f\u00fcr sie und ihr Gesch\u00e4ft bedeutet. Digitale Transformation bedeutet nicht lediglich einige Prozesse oder Produkte zu digitalisieren oder bahnbrechende Technologien zu implementieren. Vielmehr soll das bestehende Gesch\u00e4ftsmodell grundlegend hinterfragt und an die Anforderungen der digitalen Welt angepasst werden. Dabei geht es nicht darum das alte Gesch\u00e4ftsmodell sofort \u00fcber Bord zu werfen. Es geht darum, zu \u00fcberlegen, wie mit Hilfe von Digitalisierung der traditionelle Kern des Unternehmens optimiert und ausgebaut werden kann und zweitens, wie neue, digitale Wachstumspotenziale erschlossen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nF\u00fcr Unternehmen bedeutet das also, dass zwei Gesch\u00e4ftsmodelle (das traditionelle und das neue Gesch\u00e4ftsmodell) \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum parallel gef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Zu Beginn wird das traditionelle Gesch\u00e4ftsmodell meist weiterhin den gr\u00f6ssten Teil zum Umsatz und Gewinn beisteuern, und ist somit w\u00e4hrend der Aufbauphase des neuen Gesch\u00e4ftsmodells f\u00fcr dessen Finanzierung verantwortlich. Deshalb ist es besonders wichtig auf das Zusammenspiel der beiden Gesch\u00e4ftsmodelle bzw. S-Kurven zu achten. Nur wenn tief greifende Konflikte vermieden und Synergieeffekte genutzt werden, kann das volle Potential beider S-Kurven abgesch\u00f6pft werden.<\/p>\n<p><strong>3. Was haben erfolgreiche Gesch\u00e4ftsmodellinnovationen gemeinsam?<\/strong><br \/>\nBereits die Erkenntnis, dass eine Gesch\u00e4ftsmodellinnovation gebraucht wird, stellt den ersten Schritt zum Erfolg dar. Wichtig ist aber auch, dass anschliessend zeitnah und zielstrebig gehandelt wird. Dazu geh\u00f6rt im ersten Schritt eine sorgf\u00e4ltige Betrachtung des bestehenden Gesch\u00e4ftsmodells, basierend auf einer Analyse des Kunden, des Nutzenversprechens, der Wertsch\u00f6pfungsmechanismen, und dem Umsatzmechanismus. Bei der \u00dcberarbeitung des Gesch\u00e4ftsmodells muss das Rad aber nicht immer neu erfunden werden. So sind etwa 90 Prozent aller Gesch\u00e4ftsmodellinnovationen lediglich neue Kombinationen bereits bestehender Gesch\u00e4ftsmodellfaktoren und keine v\u00f6llig neuen Gesch\u00e4ftsmodelle. Dar\u00fcber hinaus sollte bei allen \u00dcberlegungen rund um das Gesch\u00e4ftsmodell die Kundenperspektive immer einen zentralen Stellenwert einnehmen, da die Befriedigung von Kundenbed\u00fcrfnissen oberstes Ziel sein sollte.<\/p>\n<p><strong>4. Sie sprechen oft von &#8222;Kultur frisst Strategie&#8220;. Was bedeutet das? Ihre 5 Tipps f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie. <\/strong><br \/>\nIn jedem Unternehmen, das Gesch\u00e4ftsmodellinnovationen implementiert, gibt es bereits eine bestehende Unternehmenskultur, welche idealerweise im Einklang mit dem traditionellen Gesch\u00e4ftsmodell steht. Diese bestehende Kultur kann im Transformationsprozess allerdings ein Hindernis f\u00fcr das neue digitale Gesch\u00e4ftsmodell darstellen. Deshalb muss im Zuge einer digitalen Transformation auch immer eine Kulturtransformation stattfinden. Dabei sollten F\u00fchrungsteams eine zentrale Vorbildfunktion einnehmen. Sie m\u00fcssen den Mitarbeitenden die neuen Werte und Prinzipien vorleben und authentisch vermitteln k\u00f6nnen. Zweitens, muss eine gewisse Fehlerkultur etabliert werden. Mitarbeitende sollten lehrreiche Fehler w\u00e4hrend der Transformation nicht als negativ oder gar als Karrierebremse ansehen m\u00fcssen, sondern als Chance dazuzulernen und das Gesch\u00e4ftsmodell stetig zu verbessern. Daraus folgt der dritte Tipp: Mitarbeitende m\u00fcssen bef\u00e4higt, statt kontrolliert werden. Das bedeutet f\u00fcr Manager, dass sie ein St\u00fcck weit Verantwortung und Kontrolle abgeben und in die H\u00e4nde von f\u00e4higen und motivierten Mitarbeitern geben m\u00fcssen. Viertens sollte neuen Ideen unvoreingenommen begegnet werden. Auch wenn Ideen zu Beginn irrational erscheinen, k\u00f6nnen sie dennoch eine Quelle der Inspiration und Ansto\u00df f\u00fcr wertstiftenden Innovationen sein. Abschliessend zum letzten Tipp: \u00abFail early, fail cheap\u00bb. Ans\u00e4tze sollten so fr\u00fch wie m\u00f6glich getestet werden, denn es l\u00e4sst sich oft bereits sehr fr\u00fch erkennen, ob es sich lohnt einen Ansatz weiter zu verfolgen bzw. k\u00f6nnen so Ideen f\u00fcr die weitere Verbesserung und \u00dcberarbeitung gewonnen werden. Dadurch kann leicht vermieden werden, dass viel Zeit und Ressourcen in eine Idee flie\u00dfen, die sich dann nach der Markteinf\u00fchrung als wenig zufriedenstellend herausstellt.<\/p>\n<p><strong>5. Neue Mitarbeiter, neue F\u00fchrung, neue Prozesse und Organisationen &#8211; wie kann man erkennen, dass man auf dem richtigen Weg ist?<\/strong><br \/>\nDer Erfolg der digitalen Transformation kann \u00fcber im Voraus definierte Erfolgsindikatoren (KPIs) gemessen werden. Idealerweise wird dabei ein Mix aus quantitativen und qualitativen KPIs angewendet. Wichtig dabei ist, dass diese KPIs f\u00fcr alle verst\u00e4ndlich sind, transparent kommuniziert werden, und von jedem Mitarbeitenden internalisiert sind. Mitarbeitende k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich, basierend auf diesen KPIs, incentiviert werden, was sich ebenfalls positiv auf die Erreichung der gesetzten Ziele auswirken kann.<\/p>\n  \n  <div class=\"box right courses\">\n          <div class=\"course clickable\">\n        <h5>Executive School Studiengang:<\/h5>\n        <div class=\"terms\">\n          MBA &amp; Executive MBA<br>        <\/div>\n\n        <h4>\n          <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/emba.unisg.ch\/programme\/emba\">Executive MBA HSG<\/a>        <\/h4>\n\n        <div class=\"description\">\n          Der Executive MBA der Universit\u00e4t St.Gallen (EMBA HSG) ist das \u00e4lteste und erfolgreichste Nachdiplomstudium im Bereich General Management im deutschsprachigen Raum.        <\/div>\n      \n      <\/div>\n        <\/div>\n  \n<p><strong>6. Ihre wichtigste Botschaft f\u00fcr Unternehmen auf dem Weg ins digitale Zeitalter?<\/strong><br \/>\nDie Essenz liegt in der Denkweise: Digitale Transformation muss gelebt werden. Alle Mitarbeitenden m\u00fcssen dabei am gleichen Strang ziehen und dasselbe Ziel verfolgen. Dazu braucht es die richtige F\u00fchrung, Unternehmenskultur und unterst\u00fctzende Strukturen und Prozesse. Digitale Transformation ist also immer ganzheitlich zu betrachten und findet nicht nur im kleinen Rahmen statt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.es.unisg.ch\/de\/people\/karolin-frankenberger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kurzportr\u00e4t Prof. Dr. Karolin Frankenberger<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n            <div id=\"mailerlite-form_2\" data-temp-id=\"69e0479acda3d\">\n                <div class=\"mailerlite-form\">\n                    <form action=\"\" method=\"post\">\n                                                    <div class=\"mailerlite-form-title\"><h3>Don't miss our updates<\/h3><\/div>\n                                                <div class=\"mailerlite-form-description\"><p>Don't miss our updates - sign up to our weekly newsletter.<\/p>\n<\/div>\n                        <div class=\"mailerlite-form-inputs\">\n                                                                                            <div class=\"mailerlite-form-field\">\n          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Karolin Frankenberger im Interview. <\/p>\n","school":{"ID":7,"post_author":"1","post_date":"2017-07-11 10:24:53","post_date_gmt":"2017-07-11 08:24:53","post_content":"Das Executive MBA-Studium der Universit\u00e4t St.Gallen (HSG) ist eines der erfolgreichsten und besten Nachdiplomstudien f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte im deutschsprachigen Raum.","post_title":"Executive MBA HSG","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"executive-mba-hsg","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2017-11-20 20:53:34","post_modified_gmt":"2017-11-20 19:53:34","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/?post_type=school&#038;p=7","menu_order":4,"post_type":"school","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1380"}],"collection":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1380"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1380\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lam.unisg.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}